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Foto: Sonnenuntergang im sächsischen Weinberg, ©Erik Gross (DML-BY) Text: Annabelle Gummersbach, Wandermagazin

Deutschland fasziniert mit einer unglaublichen Vielfalt an Naturlandschaften, ideal für Wandertouren jeglicher Art. Ob schroffe Felsen, tiefgrüne Wälder, glitzernde Seen, sanfte Hügel oder schneebedeckte Berge – jede Region erzählt ihre eigene Geschichte und lädt dazu ein, die Natur hautnah zu erleben.

Wir haben sechs besondere Touren zusammengestellt, welche dir die Bandbreite der deutschen Natur eindrucksvoll verdeutlichen. Von den stillen Seen des Allgäus über die historischen Höhenwege des Thüringer Waldes bis hin zur spektakulären Teufelsschlucht in Rheinland-Pfalz – jede Wanderung verspricht unvergessliche Eindrücke.

Ob als entspanntes Familienabenteuer, aktive Auszeit oder sportliche Herausforderung: Diese Touren laden dich ein, die Schönheit und Vielfalt der Natur zu erleben – Schritt für Schritt.

NATURVIELFALT ERLEBEN

Tourentipps für Entdeckerinnen und Entdecker

Text: Tido Tallen Copywriting

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©Sebastian Thiel / Tourismusverband Sächsische Schweiz, Jens Wegener / DZT

URWALDSTEIG EDERSEE

Der Malerweg im Elbsandsteingebirge zählt vielleicht zu den schönsten Wanderwegen Deutschlands – gerade in Bezug auf die Naturvielfalt, die du unterwegs entdecken kannst. Auf rund 116 Kilometern führt er in acht Etappen durch die beeindruckende Felsenlandschaft der Sächsischen Schweiz. Für alle, die keine Mehrtagestour planen, bieten sich die einzelnen Etappen auch als abwechslungsreiche Tagestouren an. Offizieller Startpunkt ist Liebethal bei Pirna. Von dort verläuft der Weg über markante Sehenswürdigkeiten wie die Bastei mit ihrer berühmten Brücke, die Festung Königstein und die Schrammsteine.

Eine Besonderheit des Malerwegs ist das Zusammenspiel der schroffen Sandsteinfelsen mit den von Bächen und Flüssen geschaffenen Schluchten, die eine einmalige Kulisse für zahlreiche seltene Pflanzenarten bieten. Die wildromantischen Täler beherbergen seltene Farne und Moose, während die Höhenzüge spektakuläre Ausblicke auf die Elblandschaft ermöglichen. Trittsicherheit und eine gute Kondition sind erforderlich, da einige Abschnitte anspruchsvoll sein können.

Tipp

Plane deine Wanderung sorgfältig und berücksichtige die Öffnungszeiten der Sehenswürdigkeiten entlang des Weges, um das Beste aus deiner Tour herauszuholen.

TRAUMSCHLEIFE EHRBACHKLAMM (HUNSRÜCK)

Die Traumschleife Ehrbachklamm im Hunsrück ist ein Rundwanderweg, der Wandernde mit seiner wildromantischen Landschaft begeistert. Auf etwa 9 Kilometern führt die Strecke durch die beeindruckende Klamm, wo enge Pfade entlang steiler Felswände und über kleine Brücken direkt am rauschenden Ehrbach verlaufen.

Im Frühjahr bieten die Uferbereiche des Ehrbachs ein farbenfrohes Schauspiel aus seltenen Wildblumen und blühenden Buchen. Die feuchte Umgebung der Klamm schafft ideale Bedingungen für Moose und Farne, welche die Felsen mit einem grünen Teppich überziehen. Die Route bietet zudem stille Buchenwälder und idyllische Waldlichtungen, die zum Verweilen und Innehalten einladen. Zu den Highlights der Traumschleife zählen zudem diverse Aussichtspunkte, die einen weiten Blick über das Ehrbachtal und die Höhen des Hunsrücks ermöglichen.

Die Tour wurde vom Deutschen Wanderinstitut mit 99 Erlebnispunkten ausgezeichnet und zählt somit zu den attraktivsten Wanderwegen Deutschlands. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind erforderlich, da einige Passagen anspruchsvoll sein können.

Tipp

Um die beeindruckenden Wasserfälle und das Plätschern des Ehrbachs in voller Pracht zu erleben, empfiehlt es sich, die Traumschleife auch mal gegen den Uhrzeigersinn zu wandern.

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© Alpenwelt Karwendel / Gregor Lengler

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© Alpenwelt Karwendel / Gregor Lengler

DREI-SEEN-WANDERUNG (ALPENWELT KARWENDEL)

Die Drei-Seen-Wanderung in der Alpenwelt Karwendel verbindet auf rund 16 Kilometern die idyllischen Bergseen Barmsee, Grubsee und Geroldsee. Start- und Zielpunkt ist das Rathaus in Wallgau. Der Weg führt zunächst zum Barmsee, dessen Nordufer mit einem kleinen Badeplatz zur Rast einlädt. Weiter geht es Richtung Geroldsee (auch: Wagenbrüchsee), vorbei an blühenden Wiesen mit beeindruckendem Blick auf das Wettersteingebirge.

Die Route besticht durch ihre einzigartige Flora und Fauna und bietet dabei atemberaubende Panoramablicke auf die umliegende Bergwelt. Die Wiesen um den Geroldsee sind bekannt für ihre Vielfalt an Wildblumen, die im Sommer eine beeindruckende Farbenpracht entfalten. Zudem bieten diese Flächen Lebensraum für seltene Schmetterlinge, die man hier besonders häufig beobachten kann. In Klais trifft man auf die historische Römerstraße „Via Raetia“, bevor man den Grubsee mit seiner Badeanstalt und Wasserrutsche erreicht. Festes Schuhwerk wird empfohlen, und an warmen Tagen sollte man die Badesachen nicht vergessen.

Tipp

Ein Sprung ins kühle Nass des Grubsees mit seiner Wasserrutsche ist besonders an heißen Tagen eine willkommene Erfrischung. Eine großartige Belohnung am Ende der Tour.

FELSENMEER-RUNDWEG (ODENWALD)

Der Felsenmeer-Rundweg im Odenwald ist eine 9,5 Kilometer lange Wanderung, die durch dichten und erholsamen Mischwald führt und das beeindruckende Naturschutzgebiet Felsenmeer erkundet.

Die Route beginnt am Parkplatz Kuralpe und verläuft über Beedenkirchen zum Felsenmeer, wo riesige Quarzdiorit-Blöcke den Hang des Felsbergs bedecken. Im Frühjahr schmücken zahlreiche Wildblumen und Waldpflanzen die Böden entlang des Weges und sorgen für einen bezaubernden Anblick.

Unterwegs begegnet man römischen Relikten wie der Riesensäule und dem Altarstein. Ein steiler Anstieg führt zum Borstein, einem imposanten Quarzfelsen, und weiter zum Ohlyturm, der mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Der Weg ist gut markiert (L1) und erfordert festes Schuhwerk sowie eine moderate Kondition.

Tipp

Ein Besuch des Felsenmeer-Informationszentrums in Lautertal bietet spannende Einblicke in die geologische Entstehung und Geschichte des Felsenmeers.

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© Odenwald Tourismus GmbH / CC BY

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© ariFoto – Michael Reichel / Regionalverbund Thüringer Wald e.V. / CC-BY SA

RENNSTEIG (THÜRINGER WALD)

Der Rennsteig ist Deutschlands ältester und vielleicht bekanntester Höhenwanderweg, der sich über etwa 170 Kilometer von Hörschel an der Werra bis nach Blankenstein an der Saale erstreckt. Als historischer Grenzweg führt er durch die vielfältige Landschaft des Thüringer Waldes, geprägt von dichten Misch- und Nadelwäldern, blühenden Bergwiesen und beeindruckenden Aussichtspunkten. Der Rennsteig begeistert nicht nur durch seine landschaftliche Vielfalt, sondern auch durch die stille Ursprünglichkeit, die ihn zu einem idealen Rückzugsort fernab des Alltags macht.

Der Weg ist in acht Etappen unterteilt und bietet Wandernden zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie die Wartburg bei Eisenach, den Großen Inselsberg und die Ebertswiese mit ihrem idyllischen Bergsee und zahlreichen schönen Wildblumen. Die durchgängige Markierung mit einem weißen „R“ erleichtert die Orientierung. Der Rennsteig ist nicht nur ein Wanderparadies im Sommer, sondern verwandelt sich im Winter in eine beliebte Skilanglaufstrecke. Festes Schuhwerk und eine gute Kondition sind empfehlenswert, um die teils anspruchsvollen Anstiege und abwechslungsreichen Pfade zu meistern.

Tipp

Beginne die Wanderung traditionell in Hörschel, indem du einen Kieselstein aus der Werra mitnimmst und ihn am Ende in die Saale wirfst – ein Brauch, der für Glück auf dem Weg sorgen soll.

FELSENWEG 6 – TEUFELSSCHLUCHT (EIFEL)

Auf dem Felsenweg 6 im NaturWanderPark delux erwarten dich unvergessliche Naturerlebnisse! Nicht ohne Grund wurde diese Tour 2021 bei der Wahl zu Deutschlands schönstem Wanderweg mit Platz zwei ausgezeichnet.

Die 17,4 Kilometer lange Rundtour startet am märchenhaft anmutenden Felsenweiher von Ernzen. Hier fühlst du dich, als würdest du gleich auf Elfen und Kobolde treffen. Der Weg führt dich durch dichte Wälder entlang der Südflanke des Ferschweiler Plateaus, wo die imposanten Felswände der Stubenlay steil aufragen. Ein echtes Highlight ist die Kuckuckslay, eine kleine Felsbastion mit Durchkriechstein, der von geheimnisvollen Sagen umwoben ist. Von der Liboriuskapelle genießt du atemberaubende Ausblicke auf Echternach und die beeindruckende Reichsabtei. Gänsehaut garantiert: der Abstieg in die Teufelsschlucht. Die bis zu 30 Meter hohen Felswände der Teufelsschlucht wirken mit ihrer Enge und Höhe wie ein beeindruckendes Tor in eine mystische Welt. Weiter geht es durch die Felsformation „Schweineställe“, bevor der Weg zurück zum Ausgangspunkt am Felsenweiher führt.

Tipp

Besuche unbedingt das Naturparkzentrum Teufelsschlucht. Das Museum und die „Teufels Küche“ bieten spannende Einblicke und die perfekte Stärkung nach deiner Tour.

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© Eifel Tourismus GmbH, Dominik Ketz

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© Rothaarsteigverein e.V., Klaus-Peter Kappest

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